Guten Morgen aus dem Staub! Eine magische Stille erfüllt den Moment. Ich baue ab, mache mich auf zurück zur Nationalparkstraße. Die 20km Wanderung haben mir gereicht. Zum Glück kriege schnell einen Ride ins nächste Dorf. Der Fahrer ist Bergsteiger und empfiehlt mir gleich ein paar Kletterorte in BC und Alberta. Nach einer Sortierpause und einer illegalen Dusche auf dem Campingplatz bin ich mit einem Trucker on the Road again. Es geht Richtung Calgary, ich habe wieder Bock auf Großstadt! Der Zwischenstopp in der vermeintlichen Westernstadt Maple Creek entpuppt sich aber als Touristenfalle. Ein paar billig nachgemachte Häuser sind noch lange kein Western Filmset. Wenigstens der Bison Burger schmeckt gut! 2 Jungs aus Quebec bringen mich dann bis nach Brooks in Alberta. Ich möchte Abends dort in McDonald's schon fast aufgeben/schlussmachem und mein Zelt aufbauen, da bietet mir jemand ungefragt einen Ride bis Calgary an, ohne zu wissen, dass ich hitchhike. Hatte ich auch no...
Morsche! Früh machen wir uns los in Richtung Trailhead Nummer 2. Der Rest der Wanderung ist eher unspektakulär. Konstantes Bergab auf einer mehr oder weniger ausgebauten Forststraße. Aber dafür mit wirklich netter Begleitung. Remi aus Frankreich/Quebec ist ein verrückter Dude. In seinen Geschichten über das Wintercamping in Quebec finde ich meinen Großmeister. Bei -20°C in einem Zelt mit Schornstein zu schlafen muss ein echtes Erlebnis sein. Das Feuer im Ofen in dieser Situation abzubekommen ist überlebenswichtig. Und dieser verrückte macht es auch noch mit dem eisigen Holz aus dem Wald vor Ort. Dude, ich hoffe wir bekommen noch einmal die Gelegenheit das zusammen auszuprobieren, wenn ich mal wieder da bin! Alleine bin ich zu feige dafür. Du hast mir mal wieder gezeigt, das die südeuropäische Gemütlichkeit einfach mein Vibe ist. Trotz ein bisschen Hetze in unserer 3er Gruppe:) Nach einer illegalen Dusche auf dem Campingplatz trennen sich unsere Wege. Mittags möchte ich dann ...
Heute war ein richtiger Trail-Tag mit allem drum und dran. Nach dem Abbauen geht es gscheit hoch. Diverse Serpentinen in einem alpinen Bergwald. Dann ein Abstecher zu einem Schmelzwassersee. Irgendwann dann ein Bergkamm und die ersten Firn-Felder. Das Spuren im Schnee neben den Bärenspuren, der pfeifende Wind gegen die Hardshelljacke am Pass, ja ich bin in den Bergen. Und nicht nur das, sondern alleine bin ich auch noch. Da es keinen Rundweg gibt, passiere ich nun einen wenigen begangenen Transitabschnitt, der sonst nur mit 2 Autos an je einem Trailparkplatz möglich wäre. Ich steige ab in ein Tal wo sich der Weg langsam in einem Flussdelta eines Gebirgsbachs verläuft. Im Panorama der Steilen Westwände des Grenzkamm zu B.C. ergibt mein Outdoor-Navi wieder Sinn. Querfeldein Quere ich die Bäche und finde den Trail letztendlich. Anhalten ist unmöglich, ein Schwarm von Mosquitos begleitet mich auf jedem Schritt an den dümpelden See. Die einzigen Geräusche in dieser Landscha...
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