04/07/2025

 Langsam stapfe ich über den Sandstrand. Kompakten Sand gibt es hier selten. Mit jedem Schritt sinkt man ein. Es hat ein bisschen etwas vom Spuren als erster in einer Gruppe im Altschnee am Berg. Aber vor allem macht es mich langsam. Was nicht gut ist, denn ich muss mich einer Fähre erreichen. Die letzte fährt um 16 Uhr. Die Landschaft bleibt wild, ich passiere viele gesunkene Schiffe vor der Küste. Der Pfad ist eigentlich ein alter Überlebenspfad für Schiffbrüchige vor der schwer zu navigierenden Westküste Vancouver Islands. Die Landschaft ist zunehmenden von Wasserfällen und langen Sandstränden geprägt. Ich ernähre mich von Powerriegeln und Erdnüssen. Mein Wechselspiel mit der Brandung des Strandes um den verdichteten Sand zu nutzen hat meine Schuhe völlig eingesaut, genauso wie die Flussquerung eben. Ich erreiche die letzte Fähre und stopfe mich erstmal mit Gummibärchen voll. 

Das nächste Camp befindet sich hinter Majestätischen Wasserfällen direkt am Strand. Als ich dort nachts mein Zelt aufbaue, kann ich selbst gar nicht glauben, wie schön es hier ist und mir schießen ein paar Tränen in die Augen. Die Gischt im Meer ist das konstante Hintergrundgeräusch. 

Der heutige Song ist Who Dreams of Cats? von The Brian Jonestown Massacre. 

Gute Nacht! 


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